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"Mann, ich hatte
letzte Nacht einen total abgefahrenen Traum...." Was, wenn du nicht mehr
aus deinem Traum erwachst? Was, wenn sich dein Traum als Realität herausstellen
sollte? Oder die Realität als Traum?
WAKING LIFE von Richard Linklater ist die Geschichte eines jungen Mannes,
der erkennen muss, dass er in seinem Traum gefangen ist. Immer wieder
wacht er auf, nur um festzustellen, dass er noch lange nicht in der Realität
angekommen ist. Er sucht Rat bei Freunden wie Fremden, die komplizierte
philosophische Theorien entwickeln oder einfachste Alltagsweisheiten von
sich geben. Und zwischendurch entschwebt er in die Lüfte. Der Wachtraum
wird durch adäquate Bilder suggeriert: Zuerst auf Digital Video gedreht,
mit Wiley Wiggins (aus Linklaters DAZED AND CONFUSED) in der Hauptrolle
und Gastauftritten von Ethan Hawke, Julie Delpy und Steven Soderbergh,
wurde der Film durch ein originelles Rotoskopie-Verfahren am Computer
digital verfremdet: Die Aufnahmen wurden "übermalt", die Darsteller zu
Comicfiguren - und die Dingwelt verflüssigt sich, wie das nur in Träumen
geschieht. Animation, wie man sie noch nie gesehen hat. Ein Film, der
Träume umsetzt und Traumdeutungen gleich mitliefert. Der gedankenschwere
Überlegungen in einem federleichten Bilderrausch darbringt. Eine Grenzüberschreitung
- inhaltlich wie formal. Auf dem Sundance Filmfestival wurde WAKING LIFE
im vergangenen Jahr gefeiert, in Venedig erhielt er den "Spezialpreis
für das Kino der Zukunft".
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